Der Maiszünsler als wichtigster Schädling im Maisanbau

Der mit wohl wichtigste Schädling im Maisanbau ist der Maiszünsler. Die Larven des Zünslers bohren sich durch die Kolben und Stängel des Maises und schaffen so Eintrittspforten für Fusarienpilze. Dies führt neben Ernteerschwernissen vor allem zu erheblichen Beeinträchtigungen der Qualität sowie Ertragsverlusten (Zerstören der Leitungsbahnen, Stängelbruch etc.), die durchschnittlich bei 5 - 10 %, bei starkem Befall sogar bis zu 40 % liegen können. Die Ausbreitung und Vermehrung der wärmeliebenden Maiszünslers wird mit einem weiteren Temperaturanstiegs erwartet.

  • Die Bekämpfung des Maiszünslers ist daher vor allem im Silo- und Körnermaisanbau rentabel
  • Die biologische Zünslerbekämpfung wird durch das KULAP gefördert – chemische nicht
  • Der biologische Einsatz verbessert das Ansehen der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit

Die biologische Maiszünslerbekämpfung mit der Trichogramma-Schlupfwespe wird auch 2022 über das KULAP-Programm des Landes Bayern mit
50,- €/ha gefördert.

Vom 10. Januar bis 23. Februar 2022 kann über IBALIS der Antrag über die Förderung gestellt werden!

Die biologische Maiszünslerbekämpfung wird mit 50,- € / ha gefördert:

Bayern unterstützt im KULAP seit vergangenem Jahr den Trichogramma-Einsatz mit der B63-Maßnahme.
Durch den Trichogrammaeinsatz können Wirkungsgrade von bis zu 70 – 80 % in der Bekämpfung erreicht werden.
Dieses biologische Verfahren ist vor allem durch die Förderung wirtschaftlich hoch attraktiv!

Biologische Zünslerbekämpfung mit Trichogramma: So funktioniert`s

Zur Bekämpfung des Maiszünslers werden Schlupfwespen (Trichogramma) eingesetzt. Die Trichogramma sind Eiparasiten, die ihre Eier in das Eigelege des Maiszünslers legen und diese zerstören. Aus den parasitierten Gelegen schlüpfen wiederum erneut Trichogramma. Die Behandlung mit Trichogramma im befallen Mais wird bereits seit Jahrzehnten in Deutschland eingesetzt und erreicht Wirkungsgrade von bis zu 80 %. Die Trichogramma können dabei per Drohne oder von Hand ausgebracht werden. Bei der Ausbringung per Hand werden entweder Karten, auf denen sich Nützlingseier befinden, an der Maispflanze befestigt, oder Kugeln auf Maisstärkebasis oder Cellulose im Bestand verteilt. Die einfachste und schnellste Ausbringung ist jedoch per Drohne, bei welcher ein Drohnenpilot auf Basis übermittelter GPS-Daten Ihre Flächen abfliegt und in regelmäßigen Abständen Kugeln fallen lässt.

Maiszünslerbekämpfung
Schlupfwespen
Bequeme Ausbringung per Drohne - Anmeldung bis 23. Februar 2022

Um Sie bei der Ausbringung der Trichogrammen zu unterstützen, können wir Ihnen auch in diesem Jahr die Ausbringung via Drohne anbieten. Eine Drohne befliegt hierzu selbstständig die von Ihnen übermittelten Felder und wirft alle 7 Meter GPS–gesteuert eine Kugel mit Trichogramma ab, wodurch eine ideale Verteilung hergestellt wird.

  • Sie selbst müssen nicht vor Ort sein, werden aber kurz vor der Befliegung informiert, so dass Sie die Ausbringung der Trichogramma per Drohne live verfolgen können.
  • Die benötigten Daten können entweder aus IBALIS exportiert oder in unserem Onlineportal direkt eingezeichnet werden.

Bei Fragen zur Eingabe der Daten unterstützen wir Sie jederzeit.

In unserem Portal können Sie auch Ihre zu befliegenden Schläge verwalten und nachverfolgen, wann welcher Schlag beflogen wurde.

Damit wir die entsprechenden Kapazitäten in der Ausbringung reservieren können, senden Sie uns bitte bis zum 23. Februar 2022 die geplante Summe der Maisfläche zur Trichogramma-Ausbringung.

Verschiedene Trichogrammaverfahren – Welches passt zu mir?

Gebiete mit hohen Maisanteil und stärkerem Befall

In diesen Regionen empfiehlt sich dringend eine zweimalige Ausbringung von je 110.000 Trichogramma/ha. Nur eine zweimalige Ausbringung im Abstand von ca. 2 Wochen gewährleistet in diesen Gebieten einen ausreichenden Bekämpfungserfolg.

Gebiete mit geringem Maisanteil und moderatem Befall

In diesen Regionen reicht häufig eine einmalige aber verstärkte Ausbringung, die ebenfalls im KULAP-Programm gefördert wird. Eine einmalige Ausbringung hat einen geringeren Wirkungsgrad als eine zweimalige Ausbringung, reicht in Gebieten mit geringem Befall jedoch meist aus um, dem Schaden unter der Schadschwelle zu halten. 

Bedeutung des Zünslermonitorings - So wird der höchste Wirkungsgrad erreicht

Neben der Wahl des geeigneten Verfahrens, ist das Bestimmen des bestmöglichen Ausbringungstermins von großer Wichtigkeit. Wir werden daher auch in diesem Jahr eigene Maiszünslerfallen in der Region aufstellen und so das amtliche Monitoring unterstützen. Mit jeder zusätzlichen Falle wird das Verfahren noch genauer und sicherer um regionale, klimatische Unterschiede, die sich auf die Entwicklung des Maiszünslers auswirken, noch besser zu erfassen. 

Sie haben Interesse an einem Monitoring auf Ihrer Fläche?

Pheromonfalle
Zeitnahe Ausbringung der Trichogramma

Bei den Trichogramma handelt es sich um Lebendware. Sie werden so angeliefert, dass sie innerhalb von 3 Tagen auf dem Feld schlüpfen. Bringen Sie daher die Trichogramma möglichst gleich nach Erhalt aus. Falls eine Ausbringung nicht direkt möglich sein sollte, können die Trichogramma auch 2 - 3 Tage gekühlt bei ca. 7 - 10 Grad in ihrer Entwicklung gebremst werden (Achtung nicht kälter, da die Tiere sonst sterben!). Durch unseren Partner können wir auf eine Flotte von 15 Drohnen zurückgreifen, sodass die Ausbringung zeitnah erfolgen kann und auch kurze Engpässe oder Ausfälle kompensiert werden können. 

Trichogramma

Das bieten wir Ihnen

  • Bestimmung des idealen Ausbringungszeitpunktes und damit hohe Wirkungsgrade durch flächendeckendes Monitoring
  • Termingerechte Ausbringung per Drohne 
  • Transparenz: Ausbringungszeitpunkt feldspezifisch online einsehbar

Besuchen Sie die Website unserer Marke FarmXpert! Ihr Marktplatz für smarte Lösungen von Heute und Morgen.

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