Maiszünsler bekämpfen – biologisch & nachhaltig mit Trichogramma
Der Maiszünsler ist einer der größten Schädlinge im Maisanbau in Deutschland.
Der Maiszünsler ist einer der größten Schädlinge im Maisanbau in Deutschland. Seine Larven bohren sich in die Stängel und Kolben der Pflanze und schwächen sie massiv. Das Ergebnis: weniger Ertrag, geringere Futterqualität und ein höheres Risiko für Krankheiten. Jedes Jahr verlieren Landwirte dadurch bis zu 10 - 50 % der Ernte – Schäden, die nicht nur Geld kosten, sondern auch die Qualität des Silo- und Körnermaises gefährden.
👉 Mit der richtigen Strategie zur Maiszünslerbekämpfung lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen – biologisch, wirksam und nachhaltig.
Warum Maiszünslerbekämpfung unverzichtbar ist
Die Entwicklung des Schädlings ist tückisch: Aus den Raupen entwickeln sich Falter, die neue Eier ablegen. Schon im frühen Stadium richten die Larven große Schäden an, indem sie das Pflanzengewebe durchbohren. Später bei der Ernte zeigt sich das ganze Ausmaß: geringere Energiedichte, geschwächte Pflanzen und Kolben, die anfällig für Fusarienpilze sind.
Besonders problematisch: Viele Larven überwintern in den Maisstoppeln und kehren im nächsten Jahr zurück. Ohne Gegenmaßnahmen steigt der Schädlingsdruck von Saison zu Saison.
Die Folgen im Überblick:
- Deutliche Ertragsverluste bis zu 50 %
- Qualitätsprobleme durch Mykotoxine und Schimmel
- Schwächere Pflanzenbestände mit geringerer Standfestigkeit
- Überwinternde Raupen, die die nächste Generation verstärken
Schäden des Maiszünslers in Stoppeln sichtbar
Die größten Folgen des Maiszünslers werden oft erst nach der Ernte deutlich. In vielen Feldern bleiben Stoppeln zurück, in denen die Larven überwintern. Von dort aus kehrt der Schädling im nächsten Jahr zurück und verstärkt den Befallsdruck erneut.
Auf den Bildern lässt sich gut erkennen, wie stark die Pflanzen durchbohrt sind. Beschädigte Stängel und Kolben bieten ideale Eintrittspforten für Fusarienpilze.
Auch die Nahaufnahmen zeigen den Schädling selbst und die Fraßgänge, die er in der Pflanze hinterlässt.
💡 Je mehr Maisstoppeln am Feldrand stehen bleiben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Population des Maiszünslers im Folgejahr weiter ausbreitet. Darum ist eine konsequente Bekämpfung unverzichtbar.
Biologische Bekämpfung mit Trichogramma
Anstelle chemischer Pflanzenschutzmittel setzt sich heute eine biologische Methode immer stärker durch: der Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen. Diese winzigen Nützlinge parasitieren die Gelege des Maiszünslers. Statt neuer Schädlinge entstehen weitere Trichogramma, die wiederum neue Gelege finden und befallen.
Dadurch wird die Population Stück für Stück zurückgedrängt – ganz ohne Rückstände oder Risiken für Umwelt und Mensch.
Ausbringung per Drohne
Nachdem im Vorfeld ein optimaler Ausbringungsplan erstellt wurde, werden die Kügelchen mit den Schlupfwespen vollautomatisch in bestimmten Rastern auf das Maisfeld abgeworfen.
- Pro ha werden 100 Kugeln abgeworfen
- 220.000 Schlupfwespen pro ha
- 1 Flug = 5ha = 500 Kugeln = nur 15 min
Der richtige Ausbringungszeitpunkt entscheidet über den Erfolg
Je nach Region können Schlupfwespen etwa ab Mitte Juni bis Anfang Juli ausgebracht werden.
Egal ob du die Ausbringung per Hand oder mit Drohne planst – der Zeitpunkt ist entscheidend für den Bekämpfungserfolg. Der Flug des Maiszünslers hängt nicht vom Entwicklungsstadium der Maispflanze ab, sondern stark von der Witterung (Wärmesumme).
Jährlich führt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ein umfassendes Monitoring des Zünslerflugs durch. Daraus ergeben sich exakte Daten zu Flugbeginn, -höhepunkt und Larvenschlupf.
Auf dieser Basis finden wir den optimalen Termin für dich. Wenn du unsere Drohnendienstleistung buchst, übernehmen wir das Monitoring vollständig und informieren dich rechtzeitig über den Einsatz.
Deine Vorteile auf einen Blick:
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Ertrag & Qualität sichern: Mit der biologischen Methode bleibt dein Mais ertragreich und von guter Qualität.
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Starkes Drohnenteam: Über 15 Drohnen mit mehr als 20 erfahrenen Piloten sorgen für eine schnelle und präzise Ausbringung.
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Immer zum richtigen Zeitpunkt: Dank regionalem Monitoring wird der Einsatz genau dann durchgeführt, wenn er am wirksamsten ist.
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Alles dokumentiert: Jede Anwendung wird erfasst – deine Nachweise kannst du jederzeit online abrufen.
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Attraktiv durch Förderung: Staatliche Zuschüsse machen die Maßnahme besonders wirtschaftlich.
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Keine Resistenzgefahr: Die Schädlinge können gegen diese biologische Methode keine Resistenzen entwickeln.
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Flexibel anwendbar: Du entscheidest selbst, ob du die Nützlinge per Hand verteilst oder ob unser Drohnenteam die Ausbringung für dich übernimmt.
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Hohe Wirksamkeit: In der Praxis werden Erfolgsquoten von 70 bis 80 % erreicht.
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Nachhaltiger Effekt: Die Maiszünsler-Population wird nicht nur aktuell, sondern auch für die nächste Saison deutlich reduziert.
Maiszünslerbekämpfung jetzt in Auftrag geben!
⚠️ Bitte beachten, dass du den Termin für die Förderung einhältst, um dir den Zuschuss zu sichern! ⚠️
👉 Die Schlupfwesen können manuell oder per Drohne ausgebracht werden.
👉 Bestellen kannst du per ausgedrucktem Formular oder direkt online auf unserer Website FarmXpert!
Bis 31.12.2025 Frühbucheraktion
Bei Buchung der Maiszünslerbekämpfung per Trichogramma erhälst du pro Hektar einen 5 €-Gutschein. Einlösbar auf Saatmais unseres Elite Mais Programms!
Bis Februar 2026 Förderung beantragen!!
Diese Dienstleistung wird vom KULAP Programm in Bayern mit 50 €/ha gefördert.
Am 15.04.2026 ist Anmeldeschluss
Wir bestellen dann die Schlupfwespen und es ist keine Nachorder mehr möglich!
Was musst du tun?
- Beantragung KULAP B63 (Bayern) oder Fakt (BW)
- Anmeldung / Bestellung im Metz Agrar Center (online oder persönlich)
- Flächen ermitteln: Export aus IBALIS oder Einzeichnung im Onlineportal
Du brauchst Hilfe beim Antrag? Unsere Katrin hilft dir gerne!
Den Rest erledigen wir...
- Monitoring um für dich den perfekten Zeitpunkt auszuwählen
- Kapselbestellung
- Bestimmung des optimalen Ausbringungstermins
- Erstellung der Flugroute (falls du per Drohne gewählt hast)
- Organisation des Piloten und Ausbringung der Kapseln per Drohne
- Nachweis der Ausbringung
Impressionen aus dem Praxiseinsatz
FAQs - Wir beantworten die häufigsten Fragen
Der Maiszünsler frisst sich als Larve in Stängel und Kolben. Dadurch brechen Pflanzen leichter um, die Energiedichte nimmt ab und das Risiko für Mykotoxine steigt deutlich. Ohne Gegenmaßnahme kann das Ertragsverluste bis zu 50 % bedeuten.
Trichogramma sind winzige Schlupfwespen, die die Eier des Maiszünslers parasitieren. Das heißt: Sie legen ihre Eier in die Eigelege des Schädlings – die Zünslerlarve entwickelt sich dann nicht mehr. Es entsteht keine Resistenz, und es bleiben keine Rückstände im Futter oder Korn.
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Per Hand: Ausbringen von Kugeln oder Karten aus biologisch abbaubaren Werktstoffen in einem festem Raster über die Fläche.
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Per Drohne: Die Fläche wird digital geplant, die Drohne fliegt das Raster automatisch ab und verteilt die Kugeln gleichmäßig. Das spart Zeit, reduziert Fehlstellen und funktioniert auch bei hohen Beständen zuverlässig.
Entscheidend ist nicht das Pflanzenstadium, sondern der Entwicklungsstand des Maiszünslers. Der optimale Termin wird anhand:
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regionaler Wärmesummen
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Monitoring-Daten
festgelegt. Das Monitoring übernimmt Metz Agrar Center / FarmXpert. Du bekommst den Einsatztermin rechtzeitig mitgeteilt.
Pro Hektar werden etwa 220.000 Nützlinge über rund 100 Kugeln verteilt. Das sichert eine flächige, gleichmäßige Wirkung.
Die Ausbringung kann auf einmal mit 220.000 Trichogramma pro ha oder auf zweimal mit 2 x 110.000 Trichogramma pro Hektar mit einem Abstand von zwei Wochen erfolgen. Bei der zweimaligen Behandlung wird der Maisschlag über einen längeren Zeitraum vor der Eiablage bewahrt.
Die biologische Bekämpfung erreicht in der Praxis eine Reduktion des Befalls um ca. 70–80 %, abhängig von Standort, Vorbefall und Termintreue. Durch die Senkung der Population wirkt die Methode auch in den Folgejahren positiv.
Ja. In Bayern wird die Maßnahme über das KULAP mit 50 €/ha gefördert (Vorab-Anmeldung nötig). Wir informieren dich über Fristen und übernehmen die Dokumentation für die Förderfähigkeit.
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Silomais- und Körnermaisanbauer
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Betriebe mit Mais-/Mais-Rotation
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Regionen mit nachgewiesenem Vorbefall
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Biobetriebe, aber auch konventionelle Futterbaubetriebe mit Fokus auf Mykotoxin-Sicherheit
Du erhältst:
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Schlagdokumentation
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Ausbringungsnachweis
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Unterlagen für die KULAP-Förderung (falls beantragt)
Damit ist die Maßnahme voll prüfbar und schlagbezogen belegbar.